Peter „de Wäschbi“ Wespi
Nach der RS und ziemlich genau 1 2/3 WK im Schweizer Militärspiel war sein Bedarf, im Gleichschritt zu musizieren mehr als gedeckt. Wegen eines Kreuzbandrisses (geflickt in der legendären Rennbahnklinik Muttenz) schmiss man ihn schliesslich aus dem Militär. Jahre darauf und inspiriert durch die neuen Marching Bands aus New Orleans verspürte er den latenten Wunsch, etwas Ähnliches auf die Beine zu stellen.
Daher musste er sein nach dem Rausschmiss aus dem Militär abgelegtes Gelübde (nie mehr im Gleichschritt zu musizieren) halt etwas modifizieren. Und diese Modifikation ist exakt jener Knackpunkt, dass die Marching Presidents nicht wie alle anderen Marschformationen auf 1 und 3, sondern auf 2 und 4 marschieren und hat (eher unfreiwillig...) zur Folge, dass das Publikum nebst einer geballten Ladung Sound & Groove auch in Genüsse optischer Art, begleitet mit einer enormen Beanspruchung der Lachmuskulatur kommen kann. Abgedeckelt werden diese Augenblicke mit in stundenlanger Arbeit eingeübten choreografischen Highlights, bei deren Proben garantiert nicht alle Augen trocken, dafür aber gottseidank alle Zähne drin blieben.
De Wäschbi spielt das Tenor Saxophon, schreibt die Arrangements für die Marching Presidents und übt diese an den Proben ein. Ebenso nimmt er sich als Inhaber einer staatlich anerkannten Lizenz zum Jazzen das Recht zu schimpfen – dies jedoch nur ab und zu, wenn’s wirklich unbedingt nötig ist. Auf seiner Homepage findet man übrigens auch einen kleinen Film, wo er mit seinem Hundi Velvet einen Blues in C spielt...
